Internationaler Winter-Fahrradpendler-Tag

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Heute am 08. Februar ist internationaler Winter-Fahrradpendler-Tag. Dieser hochheilige Feiertag ehrt seit dem Jahr 2013 all diejenigen, die sich freiwillig oder gezwungenermaßen bei nasskalten Temperaturen auf hier geliebtes Rad setzen. Für mich ist das Grund genug, diesen kuriosen Tag einmal näher unter die Lupe zu nehmen.


 
Bei doch eher kühlem und feuchtem Wetter zieht es ein Großteil der Bevölkerung vor mit dem Auto im Stau zu stehen, sich in der übervollen Bahn mit anderen Menschen um einen Sitzplatz zu streiten oder wenn möglich gar nicht erst vor die Türe zu gehen. Das Fahrrad bleibt in dieser Jahreszeit dann meistens im Keller oder im Schuppen stehen.

Aber wer oder was steckt denn nun hinter diesem Tag, der jedes Jahr am zweiten Freitag im Februar mehr oder weniger gefeiert wird? Den heutigen Aktionstag verdankten wir den zwei finnischen Fahrradaktivisten Timo Perälä und Pekka Tahkola. Sie organisierten am 08. Februar 2013 im nordfinnischen Oulu die erste Winter Cycling Conference (WCC) mit ca. 150 Teilnehmern aus 10 Nationen. Darunter waren auch Gäste aus Kanada, die diese Idee fortan auch in dort etablierten.

Im Anschluss an den großen Erfolg aus dem Jahr 2013 gründeten Perälä und Tahkola die Winter Cycling Federation (WCF), die sich heute weltweit für die Vorraussetzungen des Winter-Radfahrens einsetzt und den Aktionstag veranstalten. Die Aussage der WCF ist, dass Radfahren auch im Winter mit der passenden Infrastruktur und ohne extra Zubehör möglich ist.

 

Radfahren im Winter mindert das Erkältungsrisiko.


 


 
Am heutigen Aktionstag beteiligen sich mittlerweile Teilnehmer aus über 40 Nationen. Auch in Deutschland gibt es bereits erste kleine Veranstaltungen und Aktionen zum zum Ehrentag der Winter-Radler. So gibt es in Kassel vom ADCF symbolisch für jeden Radfahrer am Aktionstag ein kleine Tüte Sand, die bei nicht geräumten Radwegen helfen soll. Auf der Frankfurter Friedensbrücke sind die Radler und Radlerinnen auf ein Heissgetränk oder oder einen Muffin eingeladen. Allerdings hinkt Deutschland im Vergleich zu anderen Nationen noch ziemlich hinterher. Auf der offiziellen Internetseite www.winterbiketoworkday.org kann man sich die einzelnen Aktionen ansehen oder auch selbst Aktionen erstellen und Teilnehmer dazu einladen.

Aber wie ist der internationale Winter-Fahrradpendler-Tag nun zu verstehen? Der Grundgedanke der beiden finnischen Erfinder war wohl ein Aufruf an die Bevölkerung, dass man auch im Winter das Auto stehen lassen kann und dass das Fahrrad eine sehr gute und umweltfreundliche Fortbewegungsmethode ist. Ich selbst nutze auch täglich das Rad für die Fahrt ins Büro – ja, auch wenn es regnet, hagelt oder schneit.

Aber man kann den Tag auch als einen Ehrentag deuten, der all denjenigen dankt, die täglich mit dem Rad unterwegs sind – die einen freiwillig – die anderen unfreiwillig, weil sie sich zum Beispiel kein Auto leisten können. Warum der Tag aber auf den zweiten Freitag im Februar gelegt wurde, bleibt auch nach meinen Recherchen unklar.

In diesem Sinne: Rauf aufs Rad und Kette rechts.
 

Termine Internationaler Winter-Fahrradpendler-Tag:

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